Neue Wege in der Abwasserwirtschaft

Konventionell wird Hamburgs Abwasser durch ein über 5.000 Kilometer langes Kanalisationsnetz zum Klärwerksverbund Köhlbrandhöft/Dradenau geleitet. Auf dem Weg dorthin werden die häuslichen Abwässer aus der Toilette sowie aus Küche und Bad in einem Teil Hamburgs zusammen mit dem anfallenden Regenwasser vermischt.

 

Nachteile der konventionellen Abwasserentsorgung

Die Vermischung vom häuslichen Abwasser und anfallenden Regenwasser hat einen Verdünnungseffekt zur Folge, der die Rückgewinnung von Stickstoff und Phosphor aus dem Toilettenwasser sowie die Beseitigung der darin enthaltenen Mikroschadstoffe erschwert. Das verdünnte Abwasser kann nur mit hohem Energieaufwand gereinigt werden. HAMBURG WASSER hat sich zum Ziel gesetzt, diese offenen Kreisläufe mit energiesparenden Techniken und nachhaltigen Konzepten zu schließen.

 

Folgen der konventionellen Abwasserentsorgung

Die offenen Kreisläufe gilt es vor allem deshalb zu schließen, da sich die Rahmenbedingungen im Laufe der letzten Jahre und Jahrzehnte stark verändert haben. So werden aufgrund der wachsenden Bevölkerung auf globaler Ebene Ressourcen wie Phosphor und Trinkwasser immer knapper.
In Deutschland hingegen sinkt der Trinkwasserbedarf stetig, was den Durchfluss im Siel und somit den Transport des Abwassers zum Klärwerk erschwert. Zudem finden sich durch den demografischen Wandel immer mehr Medikamentenrückstände im Abwasser, die nur schwer zu beseitigen sind.

Um auf diese Herausforderungen jetzt und in Zukunft reagieren zu können, müssen neue Wege in der Abwasserentsorgung gefunden werden. Dies hat sich HAMBURG WASSER zur Aufgabe gemacht.

Konventionelle Abwasserentsorgung

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Wandel der Rahmenbedingungen

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